Hillshading und Verwaltungsgrenzen

Hillshading und Verwaltungsgrenzen
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Vor etwa zwei Jahren habe ich auf der Kartenwebsite die Möglichkeit geschaffen, Kreisgrenzen anzuzeigen, d.h. die Grenzen der Gebiete der deutschen Landkreise. Was mich dabei immer gestört hat ist die Beschränkung auf Deutschland, sowie die fehlende Beschriftung. Damit ist jetzt Schluss!

Vor kurzem bin ich nämlich durch Zufall auf das Projekt „OpenMapSurfer“ der Universität Heidelberg gestoßen. OpenMapSurfer ist eine Kartenwebsite, die nicht nur Kreisgrenzen anzeigt, sondern allgemeine Verwaltungsgrenzen – und das nicht auf Deutschland beschränkt. Je nach Zoomstufe der Karte werden dort unterschiedliche Verwaltungsgrenzen angezeigt – von Stadtteilen bis zu Staatsgrenzen. Die verschiedenen Typen der Verwaltungsgrenzen sind farblich kodiert, außerdem wird der jeweilige Name in der Karte angezeigt. Also genau das, was ich gesucht habe.
Kurzerhand habe ich das Team von OpenMapSurfer kontaktiert und um Erlaubnis gefragt, deren Karten-Kacheln verwenden zu dürfen, was mir freundlicherweise erlaubt wurde.

Aktivieren kann man die Anzeige der Verwaltungsgrenzen mit einem Klick auf ‚Verwaltungsgrenzen‘ in der Sidebar. So sieht das dann aus:

Verwaltungsgrenzen

Bei dieser Aktion habe ich mir außerdem die Erlaubnis eingeholt, die Hillshading-Kacheln von OpenMapSurfer benutzen zu dürfen. Hillshading (zu Deutsch: Schummerung) ist eine Technik aus der Kartografie, mit der der räumliche Eindruck des Höhenprofils des Geländes erzeugt wird. Die Hillshading-Kartenkacheln werden dabei halbtransparent über die eigentliche Karte gelegt; Bergflanken heben sich dadurch plastisch hervor, als ob sie von der Seite beleuchtet worden wären.
Hillshading lässt sich durch einen Klick auf ‚Hillshading‘ in der Sidebar aktivieren:

Hillshading

Zufällige Flughäfen

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Random Airports ist ein kleines Programmierprojekt, dem ich in den vergangenen Wochen ein bisschen Zeit gewidmet habe.

Random Airports

Die Website zeigt Satellitenansichten zufälliger Flughäfen auf eine visuell ansprechende Art und Weise, und erfüllt damit zwei Hauptaufgaben:

1. Die Seite bringt dem Betrachter die Vielfalt, die verrückten Geometrien, die teils aberwitzigen Einbettungen in die umgebenden Landschaften der Flughäfen der Welt näher. Ich persönlich arbeite in der Flughafenbranche und habe tagtäglich mit Flughafenlayouts zu tun – für die meisten Menschen ist das aber ein unbekanntes Gebiet.

2. Die Seite bedient meinen Spiel- und Programmiertrieb. Es werden verschiedenste Techniken eingesetzt, um zum vorliegenden Stand zu kommen: So bietet die Google Maps Javascript API eine solide Basis für die Kartenanwendung und liefert fantastische Satellitenbilder; OurAirports.com stellt eine freie Datenbank aller Flughäfen zur Verfügung, die ich mit einem Python-Script aufbereite, um z.B. die räumliche Ausdehnung der Flughäfen für eine passgenaue Anzeige zu berechnen; die so erzeugten Flughafendaten werden serverseitig in einer SQLite-Datenbank abgelegt und durch einen PHP-basierten Webservice asynchron an das Web-Frontend geliefert. Insgesamt konnte ich durch die Programmierung einige neue Dinge lernen und mein Wissen vertiefen.

Wer jetzt noch nicht abgeschreckt ist, kann sich ja von ein paar Flughäfen überraschen lassen 😉

Der gesamte Quellcode ist – wie alle meine Projekte – bei Github zu finden; dort und natürlich auch hier können gerne Kommentare und Verbesserungsvorschläge hinterlassen werden.

Hallo Nederland, Witaj Polska

Hallo Nederland, Witaj Polska
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Seit neustem gibt es auf den Opencaching-Seiten der Niederlande und Polen (und sämtlichen anderen Opencaching-Knoten, die auf dem polnischen Quellcode basieren) eine direkte Verlinkung zur „Flopp’s Karte“, die neben einer Gesamtansicht aller Opencaching-Caches auch verschiedene nützliche Geocaching-Funktionen – wie Wegpunkt-Projektionen, usw. – bietet.

Flopps Karte bei Opencaching.nl

Eingebaut hat die Verlinkung der Administrator des niederländischen OC-Knotens Harrie Klomp, der von der Karte so begeistert war, dass er auch gleich eine Einführung auf Holländisch geschrieben hat.
Seit der Verlinkungen gibt es einen zunehmenden Besucherstrom aus den betroffenen Ländern zur Karten-Website. Ich daher überlege nun, ob ich zusätzlich zur englischen Übersetzung auch eine niederländische und eine polnische anbieten soll.

Flopps Karte bei Opencaching.pl

Tutorial: Schnittpunkt mehrerer Kreise (Multilateration)

Tutorial: Schnittpunkt mehrerer Kreise (Multilateration)
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In den Blog-Kommentaren hat Kalle eine Frage zu einem Mystery-Cache gestellt:

– es gibt 4 Ausgangspunkte (Koords) mit jeweils einer Abstandsangabe zum Final
– im Schnittpunkt aller Abstandslinien soll das Final liegen
– da ich nicht die Peilungs-Richtung habe, geht das wohl nur mit einer Umkreissuche
– im Schnittpunkt aller Kreise sollte dann das Final liegen

Bei der Problemstellung handelt es sich um eine sogenannte Multilateration – im speziellen Fall ist es eine Quadlateration (weil vier Punkte gegeben sind), im Allgemeinen reichen in der Ebene aber drei Punkte aus um einen eindeutigen Schnittpunkt bestimmen zu kommen (Trilateration).

Die Aufgabenstellung etwas formaler aufgeschrieben:

  • Gegeben sind die Koordinaten dreier Punkte A, B und C, sowie drei Radien radiusA, radiusB und radiusC von Kreisen um A, B und C.
  • Gesucht ist der Schnittpunkt D der drei Kreise, falls ein solcher existiert.

An einem fiktiven Geocache werde ich nun vorführen, wie man dieses Problem ganz einfach mit der Karte lösen kann:

Bei N 48 02.228 E 007 54.595 steht ein Baum, bei N 48 02.959 E 007 55.161 befindet sich ein alter Grenzstein und bei N 48 02.825 E 007 56.278 findest du eine gelbe Telefonzelle. Der Schatz ist 555m vom Baum, 1111m vom Grenzstein und 2222m von der Telefonzelle entfernt.

Ein klarer Fall von Trilateration! Und so geht’s mit der Karte:

1. Karte öffnen.

2. Koordinaten des Baums (N 48 02.228 E 007 54.595) ins Suchfeld eingeben, das Lupensymbol anklicken und mit „neu“ einen neuen Marker erstellen (Marker A):
schritt1
schritt2

3. Marker bearbeiten (Klick auf schritt3): Name („Baum“) und Radius („555“) eintragen; „Ok“ anklicken:
schritt4

4. Schritte 2 und 3 für den Grenzstein (Marker B) und die Telefonzelle (Marker C) wiederholen. Das Ergebnis sieht dann so aus:
schritt5

5. Einen weiteren Marker (D) durch einen Klick auf „neu“ erzeugen und an den Schnittpunkt der Kreise verschieben; man muss womöglich ein bisschen in die Karte reinzoomen um den Schnittpunkt genau zu treffen.
schritt6

6. Fertig! Die Koordinaten des Schnittpunkts kann man in der Seitenleiste bei Marker „D“ bequem ablesen. Im Beipiel sind es N 48 02.525 E 007 54.544.
schritt7

Das Ganze funktioniert auch mit zwei gegebenen Punkten und Radien, dann erhält man zwei Schnittpunkte (falls sich die Kreise echt schneiden), einen Schnittpunkt (falls sich die Kreise gerade berühren) oder gar keinen Schnittpunkt (falls die Kreise so weit auseinander liegen, dass sie sich nicht schneiden).

Battertfelsen und Schloss Hohenbaden

Battertfelsen und Schloss Hohenbaden
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Am Mittwoch ging es nach Baden-Baden, zum einen, um bei der dortigen Decathlon-Niederlassung ein Trampolin für den Garten zu kaufen und zum anderen, um die imposanten Batterfelsen oberhalb der Stadt und die Ruine des Schlosses Hohenbaden zu besichtigen.

Startpunkt war der Wanderparkplatz unterhalb der Schlossruine. Von dort aus folgten wird dem Unteren Felsenweg Richtung Osten, dann der Felsentreppe hinauf auf die Battertfelsen und dann dem Oberen Felsenweg über die Batterteiche und die Ritterplatte zurück zum Schloss.

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Battertfelsen vom Unteren Felsenweg aus gesehen.

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Grobe Steintreppen führen die Felswand hinauf.

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Blick Richtung Baden-Baden.

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Erodierte Gesteinsschichten.

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Eine Eidechse. Von denen haben wir auf den sonnigen Felsen einige beobachten können.

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Oberer Felsenweg.

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Ein Wegweiserstein.

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Die über 600 Jahre alte Batterteiche.

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Blick auf Baden-Baden und das Schloss Hohenbaden.

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Die Badische Flagge.

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Kellergewölbe des Schlosses.