GPX-Datei aller Safari-Caches erzeugen

GPX-Datei aller Safari-Caches erzeugen
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Gerade bekam ich die Frage herein, wie man denn eine GPX-Datei mit allen Safari-Caches bei Opencaching.de  erzeugen könne. Durch meine Safari-Karte scheine ich der richtige Ansprechpartner für solcherlei Fragestellungen zu sein 😉

Eine GPX-Datei aller Safari-Caches erstellt man natürlich direkt über die Suchfunktion bei Opencaching.de — dazu muss man wissen, dass die Suchfunktion von OC nicht nur zum Suchen von Caches da ist, sondern obendrein auch die Funktionalität der „Pocket Queries“ von Geocaching.com abdeckt.

Los geht’s:

  1. „Cachesuche“ aufrufen durch Klicken auf „CACHES“ in der oberen Navigationsleiste
  2. Unter „Cacheattribute:“ das Safari-Cache-Icon anklicken (in der „Wegpunkte“-Box)
  3. Unter „Ausgabe sortieren nach:“ den Auswahlpunkt „Gelistet seit“ anklicken — damit werden zuerst die neusten Safari-Caches angezeigt (optional!)
  4. Gaaanz unten auf den „Suchen“-Knopf bei „Alle Caches“ klicken um die tatsächliche Suche zu starten

Jetzt sollte man die Liste aller Safari-Caches sehen; die neusten Caches stehen am Anfang der Liste, die ältesten ganz am Ende. In meinem Fall werden 772 Caches angezeigt:

Wenn man möchte, kann man nun die Such-Einstellungen für zukünftige Verwendungen speichern („Optionen speichern“) — die Suche ist dann über „MEIN PROFIL“ > „Gespeicherte Suchen“ verfügbar.

Das eigentliche Herunterladen der GPX-Datei(en) muss nun leider in mehreren Schritten geschehen, da eine GPX-Datei bei Opencaching.de nur 500 Caches enthalten kann. Bei 772 Caches müssen also zwei Dateien erzeugt/heruntergeladen werden, wobei die erste 500 Caches und die zweite die restlichen 272 Caches enthält. Das geht dann so:

  • Die erste Ergebnisseite anzeigen
  • „Einträge 1 bis 500 (als zip)“ anklicken
  • „GPX“ im Popup-Menü auswählen
  • → Es wird eine Datei „ocdeXXXXXXX.zip“ erstellt und heruntergeladen, die eine GPX-Datei „ocdeXXXXXXX.gpx“ mit den ersten 500 Caches enthält.

  • Die 26. Ergebnisseite anzeigen (durch Klicken der kleinen Pfeil-Knöpfe); Da eine Ergebnisseite 20 Caches enthält, startet Cache Nummer 501 auf Seite 26!
  • „Einträge 501 bis 772 (als zip)“ anklicken
  • „GPX“ im Popup-Menü auswählen
  • → Es wird eine Datei „ocdeXXXXXXX.zip“ erstellt und heruntergeladen, die eine GPX-Datei „ocdeXXXXXXX.gpx“ mit den Caches 501-772 enthält. Mein Browser überschreibt dabei nicht die ZIP-Datei aus dem ersten Schritt, sondern legt automatisch eine Datei mit dem Namen „ocdeXXXXXXX (1).zip“ an

Bei mehr als 1000 Safari-Caches muss man natürlich noch eine dritte ZIP/GPX-Datei erstellen (Ergebnisseite 51, …), usw.

Jetzt gilt es, die ZIP-Dateien zu entpacken um an die GPX-Dateien zu gelangen. Dabei bitte aufpassen, dass man die GPX-Dateien nicht überschreibt, da sie alle den selben Namen („ocdeXXXXXXX.gpx“) haben.

Das gesamte Prozedere funktioniert natürlich nicht nur für Safari-Caches, sondern auch für andere Cachetypen/Attribute/Suchoptionen. Dazu einfach auf der Seite „Cachesuche“ andere Suchparameter auswählen.

Das war’s. Ich hoffe, ich konnte angemessen helfen.

 

Coordinates Toolbox

Coordinates Toolbox
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Die letzten Tage habe ich eine kleine Webseite gebastelt, die sich mit (geografischen) Koordinaten und Berechnungen mit selbigen beschäftigt — die „Coordinates Toolbox“ — zu finden auf https://coords.flopp.net/. Den Source-Code gibt es wie immer bei Github.

Mit der Web-App kann man

  • Wegpunkt-Projektionen bestimmen
  • Distanzen berechnen
  • Koordinaten in verschiedene Formate umrechnen
  • Ergebnisse der obigen Berechnungen werden textuell und in einer Karte dargestellt
  • Die Web-App ist komplett responsiv und sollte daher sowohl auf Desktop/Laptop-Computern als auch auf Tablets und Smartphones funktionieren

Im Gegensatz zu „Flopp’s Map“ liegt der Fokus bei „Coordinates Toolbox“ mehr auch den eigentlichen Koordinaten-Berechnungen und weniger auf der Kartendarstellung. Insbesondere sind auch fortgeschrittene Einstellungen möglich, wie die Wahl zwischen verschiedenen Erd-Modellen als Berechnungsgrundlage.

Momentan gibt’s das Ganze nur in Englisch, aber ich plane eine vollständige Internationalisierung (natürlich inklusive „Deutsch“).

In Zukunft werde ich wahrscheinlich noch weitere Funktionen hinzufügen.

Welche Koordinaten-Funktionen wären für euch noch wichtig?

Lauf-Blog

Lauf-Blog
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Geocaching ist schon seit einiger Zeit nicht mehr wirklich „meins“, deshalb dümpelt das Blog hier auch ein bisschen vor sich hin.

Meine aktuelle Leidenschaft ist das Laufen, oder spezifischer: das Trail-Running – also Rennen auf Pfaden in der Natur, am Besten irgendwo am Berg. Zu diesem Thema habe ich vor kurzem ein neues Blog eingerichtet, auf dem ich über alles Mögliche im Bereich Laufen scheibe – insbesondere stelle ich schöne Laufstrecken in meiner Heimat vor (Freiburg, Südschwarzwald).

Mehr dazu gibt auf https://running.flopp.net/. Würde mich freuen, wenn der ein oder andere mal vorbeischaut!

Flopp

Garmin Forerunner unter Linux

Garmin Forerunner unter Linux
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(Eine aktualisierte und erweiterte Version dieses Artikels gibt es in meinem Lauf-Blog!)

Wer einen ANT+-fähigen Garmin Forerunner (bei mir: Forerunner 610) und den zugehörigen ANT+-Stick sein Eigen nennt und unter Linux unterwegs ist (bei mir: Ubuntu 14.10), kann seine GPS-Uhr mit dem Rechner über das Kommandozeilentool antfs-cli synchronisieren.

antfs-cli ist ein Python-Programm, das auf den Python-Libraries openant und pyusb aufbaut. Unterstützte Geräte sind auf der Projektseite von antfs-cli aufgelistet.

Da die beiden Bibliotheken und das Programm typischerweise nicht im Lieferumfang der gängigen Linux-Distributionen vorhanden sind, bietet sich eine direkte Installation über github an:


# create a directory where we can put all the source code
mkdir ~/forerunner
cd ~/forerunner

# download and install pyusb
git clone https://github.com/walac/pyusb.git
(cd pyusb; sudo python setup.py install)

# download and install openant
git clone https://github.com/Tigge/openant.git
(cd openant; sudo python setup.py install)

# download and install antfs-cli
git clone https://github.com/Tigge/antfs-cli.git
(cd antfs-cli; sudo python setup.py install)

Nach der Installation der Tools kann das Verzeichnis ~/forerunner im Prinzip wieder entfernt werden.

Ruft man nun im Terminal das Kommando

antfs-cli

auf, wird eine drahtlose Verbindung vom Rechner zum Forerunner über das ANT+-Protokoll hergestellt.

ANT+-Stick

Beim ersten Aufruf wird das sogenannte Pairing durchgeführt, bei dem am Forerunner die Verbindungsanfrage von antfs-cli bestätigt werden muss.

Forerunner Pairing

Anschließend werden auf dem Gerät vorhandene aufgezeichnete Aktivitäten in das Verzeichnis ~/.config/antfs-cli/XXXXX/activities/ heruntergeladen – wobei XXXXX die numerische Id des Forerunners ist (in meinem Fall ist das eine 10-stellige Zahl). Bei weiteren Aufrufen von antfs-cli werden nur die neuen Aktivitäten heruntergeladen.

Forerunner Transfer

Die heruntergeladenen Daten (im Garmin eigenen FIT-Format) können nun z.B. manuell zu Garmin Connect hochgeladen werden oder mit den Kommandozeilentool gpsbabel in andere Formate konvertiert und weiterverarbeitet werden.

Upload zu Garmin Connect

Naturschutzgebiete neu aufgelegt

Naturschutzgebiete neu aufgelegt
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Seit der Schließung des NSG-Atlas werden aus Mangel an öffentlichen Datenquellen auf der Karte keine Informationen zu Naturschutzgebieten mehr dargestellt. Diese Informationen sind aber für Geocacher interessant und insbesondere für Cacheowner essentiell, um bereits in der Planungsphase eines neuen Geocaches ungeeignete Gebiete auszuschließen.

Vor einiger Zeit bin ich auf eine Kartenanwendung des Bundesamtes für Naturschutz gestoßen, die diverse Natur- und andere Schutzgebiete in Deutschland anzeigt.
Im Hintergrund der BfN-Seite arbeitet ein WMS-Server (Web Map Service), der Kartenkacheln rendert und an das Webseitenfrontend ausliefert, von dem sie dann dargestellt werden. Dieser Server ist prinzipbedingt öffentlich zugänglich und könnte auch als Datenquelle für die Karte dienen.

Zeitgleich mit der Anfrage an OpenMapSurfer (wegen der Benutzung von Hillshading-Kacheln) habe ich also auch eine Anfrage an die zuständige Person beim Bundesamt geschickt, die jetzt nach einigen Wochen endlich positiv beantwortet wurde – die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam 😉

Eigentlich war diese Anfrage komplett überflüssig, denn die relativ neue Verordnung zur Festlegung der Nutzungsbestimmungen für die Bereitstellung von Geodaten des Bundes (GeoNutzV) sagt folgendes:

[…] Geodaten und Geodatendienste, einschließlich zugehöriger Metadaten, werden für alle derzeit bekannten sowie für alle zukünftig bekannten Zwecke kommerzieller und nicht kommerzieller Nutzung geldleistungsfrei zur Verfügung gestellt […] Die bereitgestellten Geodatendienste dürfen insbesondere mit eigenen Diensten und Diensten Anderer zusammengeführt werden; […]

Also grünes Licht für eine Integration von Naturschutzgebieten in die Karte!

Technischer Hintergrund

Dafür benutzen wir zwei WMS-Funktionen des WMS-Servers:

1. GetMap liefert eine Kartenkachel in einem gewünschten Bildformat für ein definiertes Gebiet.
Die Anfrage für das rechteckige Gebiet mit den Eckpunkten N 47.931066347509784 E 7.7783203125 und N 47.96050238891509 E 7.822265625 sieht dann beispielsweise so aus

http://geodienste.bfn.de/ogc/wms/schutzgebiet?&REQUEST=GetMap&SERVICE=WMS&VERSION=1.3.0&LAYERS=Naturschutzgebiete&FORMAT=image/png&BGCOLOR=0xFFFFFF&STYLES=default&TRANSPARENT=TRUE&CRS=CRS:84&BBOX=7.7783203125,47.931066347509784,7.822265625,47.96050238891509&WIDTH=256&HEIGHT=256

Sie veranlasst den WMS-Server zum Versenden folgender halbtransparenter Kartenkachel im PNG-Format:

nsg-tile

Diese Kartenkacheln können mittels eines Karten-Layers von Typ ImageMapType über eine Google-Maps-Karte gelegt werden.

2. GetFeatureInfo liefert Informationen über die Objekte, die an bestimmten Koordinaten innerhalb einer Kartenkachel dargestellt werden. So erhält man mit der Anfrage

http://geodienste.bfn.de/ogc/wms/schutzgebiet?REQUEST=GetFeatureInfo&SERVICE=WMS&VERSION=1.3.0&CRS=CRS:84&BBOX=7.7783203125,47.931066347509784,7.822265625,47.96050238891509&WIDTH=256&HEIGHT=256&INFO_FORMAT=text/plain&FEATURE_COUNT=30&QUERY_LAYERS=Naturschutzgebiete&X=100&Y=150

Informationen zum Naturschutzbegiet, das sich an den Pixel-Koordinaten 100/150 in obiger Kartenkachel befindet:

{
"type": "FeatureCollection",
"features": [
  {
    "type": "Feature",
    "geometry": null,
    "properties": {
      "OBJECTID": "1180",
      "Shape": "Polygon",
      "NAME": "Berghauser Matten",
      "ID": "bw_3225",
      "FLAECHE": "151,292",
      "JAHR": "1996",
      "IUCN_KAT": "IV",
      "CDDA_CODE": "162382",
      "BL": "BW",
      "BL_LANG": "Baden-Württemberg",
      "BfN_ID": "31170",
      "Shape_Length": "9136,663785",
      "Shape_Area": "1512920,202602"
    },
    "layerName": "Naturschutzgebiete"	
  }
]
}

Diese Informationen können z.B. nach einem Klick in die Karte in einem Info-Fenster angezeigt werden.

Und so sieht’s dann aus

Mit einem Setzen des Häkchens bei „Naturschutzgebiete“ aktiviert man die Naturschutzgebiete-Kartenebene:

NSG-Layer aktivieren

Naturschutzgebiete werden als halbtransparente grüne Flächen in der Karte angezeigt:

nsg2

Durch einen Klick auf den Button „Zeige NSG-Info beim nächsten Klick“ der Sidebar und einen anschließenden Klick auf eines der hervorgehobenen Gebiete in der Karte öffnet sich ein Infofenster mit einigen Informationen zum jeweiligen Naturschutzgebiet:

nsg3

Viel Spaß damit und Happy Caching!